Richtiges Leben – 5. Alte Gleise

Die Schulung dauerte zwei Stunden. Ich trank fünf Tassen Kaffee und ging sechsmal aufs Klo. Mein Nachbar legte seine Zigaretten nach der dritten, die ich mir genommen hatte, auf die andere Seite. Das weit nicht schlimm. Ich war Nichtraucher. Mit seinem Gewackel...

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Richtiges Leben – 4. Erster Kontakt

Die S-Bahn Richtung Mariendorf war leer. Zum Wannsee und in den Grunewald fährt man in die entgegengesetzte Richtung. Hier fuhren nur Leute, die mußten. Männer mit Kalkgesichtern und Frauen mit schwieligen Händen. Ich stieg in Mariendorf aus. Das Fritz-Reuter-Werk sah...

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Richtiges Leben – 3. Wenn die Vögel Flügel hätten

In der U-Bahn roch es wie in einer heißen Bockwurst. Ich ließ mich auf den letzten freien Platz fallen und streckte die Beine aus. Fünfundzwanzig Grad Celsius hatten die Morgennachrichten gemeldet. Zweiunddreißig sollten es werden. Die Leute begannen aus dem Leim zu...

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Richtiges Leben – 2. Anfang vom Ende

Georg und ich saßen auf dem Balkon, schauten auf den Winterfeldplatz und rauchten einen Joint. Der Himmel war marokkoblau, die Blumen auf der Balkonbrüstung dorrten vor sich hin. Es waren Karens Blumen. Ich hatte vergessen, sie ab Mittag in den Schatten zu stellen....

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Richtiges Leben – 1. Späte Einsicht

Vor ein paar Tagen dachte ich noch, in Scheiße zu treten wäre ein gutes Zeichen. Wer in Scheiße tritt, kennt den Weg, trägt den Kopf erhoben. Mir ist das zum letzten mal vor einem Jahr passiert, an einem Tag zwischen Frühling und Sommer. Das Grün der Straßenbäume war...

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Einfußnirwana – Teil IV

IX. Ich bin ein Wanderer auf diesem Weg. Ich will kein Mönch sein. Ich habe hart an meinen Anhaftungen gearbeitet – ich will sie auch genießen. Ein Fuß in der Welt (aus Geist und Materie), einer im Nirwana. Der Buddha wollte nicht mit dem größten Mönchsorden der Welt...

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Einfußnirwana – Teil III

VI. Ein Zen-Schüler geht zu einem Zen-Meister, um endlich das Geheimnis des Zen zu erfahren. Er trägt dem Meister, der ruhig in der Zazenhaltung auf dem Boden sitzt, sein Anliegen vor und bittet diesen um Unterweisung. Der Meister hört ihm zu und weist ihn an, sich...

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Einfußnirwana – Teil II

III. Es gibt unendliche Formen und Arten von Meditation. Ich kenne nur einen Bruchteil davon und auch über den weiß ich nicht viel. Aber allen ist gemein, dass sie Techniken sind wie Hürdenlauf oder Diskuswerfen. Wenn du die Technik nicht kennst und nicht...

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Einfußnirwana – Teil I

I. Wir wären gern Licht. Wir wären gern von ganzem Herzen gut. Wir wünschen uns eine bessere Welt. Viele von uns bemühen sich, üben, machen Yoga, optimieren ihre Persönlichkeit, lesen Ratgeber. Wir versuchen positiv zu denken. Und weil wir uns damit so bemühen, müssen...

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